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Tierschutzvereine der Region

Meine Katze ist weg

Katzen sind sehr unabhängige Tiere, sie genießen es – dort wo es möglich ist – auch außerhalb der Wohnung auf Streifzug zu gehen. Und längst nicht jeder Freigänger, der ein liebevolles Zuhause hat, begehrt abends wieder Einlass. Viele „Gartentiger" bleiben manchmal auch tagelang weg. Doch was tun, wenn aus Tagen Wochen werden, wenn Mieze oder Mohrchen wirklich verschwunden ist?

„Als erste und wichtigste Maßnahme raten wir Katzenhaltern, ihren Liebling chippen zu lassen. Das gilt auch für reine Stubentiger, denn sie können durch unglückliche Umstände aus der Wohnung entweichen", rät Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.
Der Microchip von der Größe eines Reiskorns wird vom Tierarzt direkt unter die Haut der Katze implantiert. Er enthält einen einmaligen elektronischen Zahlencode, der mit einem Scanner abgelesen werden kann und ist die sicherste Methode, ein aufgefundenes Tier zu identifizieren und so den Besitzer ausfindig zu machen. Allerdings muss das Tier dafür auch registriert sein, Das ist in Deutschland bei verschiedenen Organisationen kostenfrei möglich, zum Beispiel bei TASSO oder dem Deutsches Haustierregister.
Auch eine Tätowierung im Ohr ist möglich. Da sie für das Tier aber schmerzhaft ist, sollte sie nur dann gemacht werden, wenn die Katze während der Kastration in Narkose liegt. „Vom Halsband für Katzen raten wir allerdings ab. Zwar sieht man auf den ersten Blick, dass das Tier einen Besitzer hat, doch können Katzen damit leicht irgendwo hängen bleiben und sich verletzen", betont Prof. Theo Mantel.

Wenn die Katze verschwunden ist:
• Vorsorglich sollten Tierhalter immer ein aktuelles Foto, auf dem man die Katze und ihre besonderen Merkmale gut erkennt, besitzen, denn damit kann ein Suchzettel erstellt werden.

• Wenn die Katze vermisst wird, erst einmal systematisch die gesamte Wohnung/ das Haus vom Dachboden bis zum Keller absuchen; Katzen verstecken sich gerne in und unter Schränken, in Koffern, großen Kartons etc.

• Die Nachbarn/Hausmeister befragen und bitten, Keller, Garage oder Schuppen zu durchsuchen, denn verletzte oder verängstigte Katzen verstecken sich dort gerne und/oder werden versehentlich eingeschlossen.

• Suchzettel aushängen/verteilen: Darauf gehört neben dem aktuellen Foto die Angabe, wo und seit wann das Tier vermisst wird, besondere Kennzeichen, Telefonnummer des Besitzers (am besten zum Abreißen).

• Gesucht werden sollte die Katze zu verschiedenen Tageszeiten, am besten mit vertrauten „Lockritualen" (mit der Leckerli-Tüte rascheln, mit dem Futternapf klappern).

• Den Verlust des Tieres unverzüglich auf dem nächsten Polizeirevier melden, außerdem im örtlichen Tierheim bzw. der amtlichen Tiersammelstelle; Suchzettel in den Tierarztpraxen der Umgebung auslegen.

• Auch wenn der Gedanke schlimm ist: Es muss damit gerechnet werden, dass die Katze überfahren wurde. Der Tod auf der Straße, nicht Kidnapping durch obskure Tierfängerbanden, ist leider das Schicksal der meisten verschwundenen Katzen. Die toten Tiere werden dann im Auftrag der Kommune von den Straßen „entsorgt" und in zentrale Tierbeseitigungsstellen verbracht.

Was noch wichtig ist:
Katzen reagieren besonders sensibel auf Ortswechsel: Nach einem Umzug sollten sie darum erst einmal ein bis zwei Wochen nur im Haus oder in der Wohnung bleiben, um sich dort zu orientieren. Nach und nach können die Tiere ihre weitere Umgebung, also Hausflur, Kellerräume etc. erkunden, erst dann dürfen sie einen ersten Freiluft-Streifzug antreten. Bei Umzügen innerhalb einer Ortschaft sollte eine vermisste Katze immer auch an der alten Adresse gesucht werden, denn manchmal kehren Katzen in ihre gewohnte Umgebung zurück.

Das versteht sich von selbst:
Verantwortungsvolle Katzenhalter lassen ihr Tier natürlich nur ins Freie, wenn es kastriert ist! Neben der Verhinderung unerwünschten Nachwuchses ist dadurch auch der Drang der Tiere, sich auf „Brautschau" zu begeben oder Revierkämpfe auszufechten, nicht mehr so ausgeprägt. Auch ihr Aktionsradius wird in der Regel kleiner.

 

Quelle: BTK Pressestelle vom 16.04.2012

 

Mein Hund ist weg

Ach Du Schreck – mein Hund ist weg! Eine schlimme Situation für Hundebesitzer, die oft schneller eintritt, als man denkt: Der sonst so behäbige Mopsrüde kann dem Duft einer läufigen Hündin nicht widerstehen, die stets brave Labradorhündin packt im Wald das Jagdfieber ...

Gründe, dass ein Hund entläuft gibt es also viele. Gut beraten ist da das Herrchen oder Frauchen, das weiß, wie man vorbeugt bzw. bei der Suche nach dem Rumtreiber am besten vorgehen kann.
„Als erste und wichtigste Maßnahme raten wir Hundehaltern, ihren Liebling chippen zu lassen. Das ist im Übrigen bei Reisen ins europäische Ausland seit Juli 2011 Pflicht", erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Der Mikrochip von der Größe eines Reiskorns wird vom Tierarzt direkt unter die Haut des Hundes implantiert. Er enthält einen einmaligen elektronischen Zahlencode, der mit einem Scanner abgelesen werden kann und ist die sicherste Methode, einen zugelaufenen Hund zu identifizieren und so den Besitzer ausfindig zu machen. Allerdings muss das Tier zu diesem Zweck auch registriert sein. Das ist in Deutschland bei verschiedenen Organisationen kostenfrei möglich, zum Beispiel bei TASSO oder dem Deutsches Haustierregister.
Zusätzlich sollte jeder Hund auch durch Halsband oder Geschirr gekennzeichnet sein. „Am besten die Telefonnummer des Besitzers gut sichtbar auf einer Plakette oder direkt auf dem Halsband platzieren. So kann der Besitzer auf direktem Wege benachrichtig werden, wenn ein Hund aufgefunden wird", so Prof. Theo Mantel weiter.

Wenn der Hund verschwunden ist:

• Vorsorglich sollten Tierhalter immer ein aktuelles Foto, auf dem man den Hund und seine besonderen Merkmale gut erkennt, besitzen. Damit kann, wenn nötig, ein Suchzettel erstellt werden.

• Ist der Hund bei einem Spaziergang entwischt, erst einmal ruhig bleiben und in Ruhe überlegen, wohin er gelaufen sein könnte. Ist er in der Nähe seines Zuhauses verschwunden, kann es sein, dass der Hund einfach schon mal vorausgelaufen ist und vor der Haustür wartet.

• In fremden Gegenden oder in Wald und Flur am besten eine Weile warten, und zwar genau an der Stelle, wo der Hund losgelaufen ist. Manch übereifriger Hund braucht eine Weile, bis er merkt, dass der Rest des Rudels fehlt. Er wird höchstwahrscheinlich zurückkommen. Notfalls ein Stunde oder länger warten oder eine Decke/ ein Kleidungsstück, das man entbehren kann, und einige Leckerli dort platzieren.

• Ist der Hund nach einigen Stunden immer noch nicht zurückgekehrt, nach Hause fahren und einen Suchzettel vorbereiten.

• Suchzettel aushängen/verteilen: Darauf gehört neben dem aktuellen Foto die Angabe, wo und wann das Tier verloren ging, besondere Kennzeichen, Telefonnummer des Besitzers (am besten zum Abreißen).

• Den Verlust des Hundes unverzüglich auf dem nächsten Polizeirevier melden, außerdem im örtlichen Tierheim bzw. der amtlichen Tiersammelstelle und ggfs. in den Tierarztpraxen der Umgebung Suchzettel auslegen.

• Bei möglichst vielen Tierärzten anrufen und den Verlust des Hundes mitteilen. Viele Finder wissen nicht, wohin mit dem Tier und geben es beim nächsten Tierarzt ab.

• Den Hund an Stellen suchen, wo häufig mit ihm „Gassi" gegangen wird und an Orten, die regelmäßig gemeinsam aufgesucht werden (Kiosk, Bäcker, Eckkneipe); außerdem andere Hundebesitzer nach läufigen Hündinnen in der Nachbarschaft fragen – es kann sein, dass der Ausreißer dort aufgetaucht ist.

• Ist der Hund im Wald/auf dem Feld entlaufen, unbedingt den Förster oder Jagdpächter benachrichtigen, dass der Hund vermisst wird.

Das versteht sich von selbst:

Freilauf in einem uneingezäunten Gebiet sollte einem Hund nur gewährt werden, wenn er eine Grunderziehung genossen und eine Bindung zu seinem Besitzer aufgebaut hat.
Gerade bei „Neuzugängen" aus dem Tierheim oder von einem anderen Vorbesitzer oder bei Pflegehunden sollte man vorsichtig sein und den Hund erst mal nicht ableinen. Für den Spaziergang empfiehlt sich eine Schleppleine von mind. zehn Metern. So hat Bello genügend Bewegungsfreiraum, ist aber stets unter Kontrolle des Besitzers. Gerade bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb kann gezieltes Schleppleinen-Training sehr sinnvoll sein.
Ansonsten sollte ein Hund, der sich unangeleint bewegen darf, unbedingt die Grundkommandos für sicheres Herankommen sowie ein Stopp-Kommando wie „Halt" oder „Platz" beherrschen, um auch in brenzligen Situationen kontrollierbar zu sein.

Quelle: BTK Pressestelle vom 16.04.2012